eam Zastrow: Erkenntnisse zum Reallabor Automobil irritieren – wo sind die
Verbesserungen für die größte Gruppe der Verkehrsteilnehmer, die
Autofahrer?

Am gestrigen Tag wurde in einem Pressegespräch von Bürgermeister Kühn
(Grüne) die Ergebnisse des sogenannten Reallabors Automobil vorgestellt.
Die Erkenntnisse aus der Mobilitätsuntersuchung sollen in die künftige
Mobilitätsplanung 2035+ einfließen und sind Teil eines größer angelegten
Beteiligungsprozesses neben MobiDialog, Mobil-O-Mat und MobiVOTE. Die
Erkenntnisse des Reallabors Automobil zielen dabei hauptsächlich auf die
Stärkung des ÖPNVs ab.

„Die verkündeten Erkenntnisse zum Reallabor Automobil irritieren,“ erklärt
Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Team
Zastrow im Dresdner Stadtrat, Holger Zastrow. „Wenn die benannten
Erkenntnisse wie zum Beispiel einfache ÖPNV-Tarife, Barrierefreiheit, die
Beschleunigung von Bus und Bahn oder die Schaffung von P+R-Plätze sind,
dann frage ich mich, wo die Verbesserungen für die größte Gruppe der
Verkehrsteilnehmer, die Autofahrer, sind? Problemstellungen bzw. Lösungen
für Autofahrer wie kaputte Straßen, Stau, fehlende Stellplätze und die
Wegnahme von Parkplätzen ohne Ersatz kommen in den Erkenntnissen nicht vor.
P+R-Plätze fehlen seit Jahren, obwohl sie längst gefordert sind. Das ist
keine neue Erkenntnis, dafür brauche ich kein aufwendiges Reallabor, das
signifikant Verwaltungsressourcen bindet. Wir haben es hier erneut mit
Chichi in der Stadtverwaltung zu tun, der augenscheinlich nichts zur
Verbesserung der Situation der Autofahrer beiträgt. Das sogenannte
Reallabor, veranstaltet mit einer grünen Lobby Firma, hatte wie so viele
andere Pseudo Beteiligungsformate, nur das Ziel, eine Rechtfertigung für
die einseitige Verkehrspolitik des grünen Verkehrsbürgermeisters zu
beschaffen. Was zu beweisen war.“

F.d.R.d.A.

Thomas Blümel
Geschäftsführer
Fraktion Team Zastrow
0351 4881030