Team Zastrow: fordert Notbetrieb der DVB und Sonderfahrten zu den
Sportveranstaltungen
Die Folgen des erneuten Streiks im Öffentlichen Nahverkehr sollen durch die
DVB mit einem Notbetrieb vor allem für Arbeitnehmer abgemildert werden.
Diese Forderung erhebt Team Zastrow gegenüber den Vorständen der Dresdner
Verkehrsbetriebe. In einem Schreiben an die Vorstände fragte Holger Zastrow
am gestrigen Mittwoch konkret nach: „Ist tatsächlich das gesamte
Fahrpersonal in der Gewerkschaft organisiert und folgt deren Strategie?
Können nicht auch studentische Verstärkungskräfte, junge Ruheständler oder
Verwaltungsmitarbeiter mit der entsprechenden Befähigung fahren und
aktiviert werden? Ist es nicht möglich, private Unternehmen oder Fahrer
anderen Gesellschaften für den Freitag zu binden, um wenigstens einen
Notfahrplan mit Fahrten in die Innenstadt und zum Spiel von Dynamo Dresden
zur Verfügung zu stellen? Wenn die Deutsche Bahn, die Lufthansa oder die
Post bestreikt werden, stehen ja auch keineswegs alle Räder still.“
Bezeichnenderweise gab es dazu bis heute keine Antwort seitens der DVB. Wie
es anders geht zeigte zuletzt erst die Münchner Verkehrsgesellschaft, die
beim DFB-Pokalspiel am 9. Februar 2026 trotz des Streiks einen Notdienst
einrichteten. In Dresden finden morgen parallel Spiele von Dynamo und den
Eislöwen statt und von den DVB kommen nur Ratschläge wie die Nutzung von
Mietfahrrädern oder Taxis. Dies obwohl die DVB von den Kombitickets bei
Spielen der SGD in erheblichem Maße profitieren.
Fraktionschef Holger Zastrow dazu: „Der von Verdi für Freitag angekündigte
Streik trifft Dresden hart. In Zeiten der größten ÖPNV-Finanzierungskrise
und mit Blick auf die wirtschaftliche Situation vieler öffentlicher
Verkehrsunternehmen die 35-Stunden-Woche zu fordern und mit massiven
Streiks durchsetzen zu wollen, dafür braucht es gehörig Chuzpe. Es zeigt,
wie weit weg die Gewerkschaftsfunktionäre von den Realitäten sind. Die
gesamte Stadtgesellschaft nun schon zu zweiten Mal und diesmal ausgerechnet
an einem Freitag in Geiselhaft zu nehmen und dabei insbesondere diejenigen
zu bestrafen, die ein weit weniger komfortables Arbeitsumfeld haben bzw.
auf den ÖPNV angewiesen sind, ist schofelig und respektlos. Ich fordere von
den Dresdner Verkehrsbetrieben einen Notbetrieb und Sonderfahrten zu den
Heimspielen von Dynamo und den Eislöwen. Arbeitnehmer müssen auch morgen
zur Arbeit fahren und Großveranstaltungen im Sport dürfen nicht im
Verkehrschaos enden. Andere Städte machen es vor, wie man pragmatische
Lösungen organisiert.“
Hintergrund:
Die zentrale Forderung nach der 35h Woche bei vollem Lohnausgleich basiert
auf einer von Verdi und der sogenannten Klima-Allianz in Auftrag gegebenen
Studie aus dem Jahr 2025. Darin wird behauptet, dass es in keiner anderen
Branche schlechtere Arbeitsbedingungen gäbe, als im öffentlichen
Nahverkehr. Als weiterer Punkt wird die Verkehrswende als Bestandteil zur
Rettung des Weltklimas genannt, die nur mit verbesserten Arbeitsbedingungen
gelingen würde. Die Klima-Allianz ist ein Zusammenschluss von links/grünen
Lobbyorganisationen.
F.d.R.d.A.
Thomas Blümel
Geschäftsführer
Fraktion Team Zastrow
0351 4881030

