Pressemitteilung

Dresden 18.12.2025 - Lokalpolitik

Team Zastrow: Waldschlößchenbrücke ein Symbol für bürokratischen Wahnsinn
21 Jahre seit dem Beschluss der Planfeststellung

Am 17. Dezember 25 informierte die Landesdirektion Sachsen die
Öffentlichkeit: „Der Planfeststellungsbeschluss zur Genehmigung der
Dresdner Waldschlößchenbrücke hat Bestand. Dies wurde durch die
Landesdirektion Sachsen (LDS) in einem ergänzenden Verfahren festgestellt.

Der Planfeststellungsbeschluss aus 2004 genehmigte den Neubau der Brücke.
Gegen die Planung hatten Naturschutzverbände geklagt. 2016 entschied das
Bundesverwaltungsgericht, dass eine nachträgliche
FFH-Verträglichkeitsprüfung und eine artenschutzrechtliche Prüfung
durchzuführen sind. Die Landeshauptstadt Dresden beantragte diese
ergänzenden Verfahren. Eine Änderung des Vorhabens, insbesondere eine
Aufhebung einzelner Schutzauflagen, wurde nicht beantragt.

Wie vom Bundesverwaltungsgericht gefordert, wurde die Verträglichkeit des
Verkehrszuges Waldschlößchenbrücke mit den europäischen Naturschutzvorgaben
und dem Artenschutzrecht geprüft. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass
dieser mit den Vorgaben vereinbar ist.

Bestehende Schutzregelungen bleiben unverändert. Diese sind gemäß aktueller
Gutachten weiterhin notwendig.

Die auf der Waldschlößchenbrücke von April bis Oktober in den Nachtstunden
geltende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h bleibt bestehen, um das
Risiko von Kollisionen zwischen dem Fahrzeugverkehr und der Mopsfledermaus
sowie weiteren Fledermausarten zu verringern.“


Dazu Holger Zastrow: „Das Beispiel Waldschlößchenbrücke zeigt den ganzen
Irrsinn, der in diesem Land inzwischen fast jede Entwicklung behindert. 21
Jahre haben sich Verwaltungen und Gerichte mit der Genehmigung eines
Bauwerkes befasst, dass in der Lebenswirklichkeit seit 13 Jahre in Betrieb
ist. Spätestens nach dem Einsturz der Carolabrücke ist klar, dass diese
Brücke für Dresden ein Segen ist. Die nach wie vor geltenden
Einschränkungen mit Tempo 30 im Sommer halten wir weiterhin für absurd und
fordern eine Offenlegung der Begründung dafür. Außerdem fordern wir den
zuständigen Bürgermeister S. Kühn (Grüne) auf, nun endlich den parallelen
Elberadweg in Johannstadt und Blasewitz zu realisieren, der vom Stadtrat
2011 beschlossen wurde. Dieser Beschluss wurde bisher von den grünen
Bürgermeistern für Verkehr und Umwelt mit dem Hinweis auf das noch laufende
Verfahren zur Waldschlößchenbrücke ausgesessen.“

F.d.R.d.A.
Thomas Blümel
Geschäftsführer
Fraktion Team Zastrow
0351 4881030