In dieser Woche blickt die Fraktion Team Zastrow auf wichtige politische Themen in Dresden zurück. Wir setzen uns mit der Gestaltung von Schulhöfen, der Krisenvorsorge in vielen Bereichen und dem Alten Leipziger Bahnhof als Gedenkort auseinander. Es ist unsere Pflicht, die Bürgerinnen und Bürger über die aktuellen Entwicklungen zu informieren.

Schulhöfe in Dresden

In dieser Woche berichten wir über die Entwicklungen zur Sanierung von Schulhöfen in Dresdner Schulen, die in den letzten Jahren einen wichtigen Schwerpunkt in der Stadtpolitik darstellen. Es wird angestrebt, dass Schulhöfe nicht nur funktional, sondern auch klimatisiert sind. Dies ist besonders relevant, da Schulhöfe im Sommer häufig hohen Temperaturen ausgesetzt sind und für Schülerinnen und Schüler geeignet gestaltet werden sollten. Bislang sind bereits 60% der Schulhöfe teilweise oder gänzlich saniert worden, was auf Fortschritte in diesem Bereich hinweist.

Wir haben die Stadtverwaltung auf unsere umfangreiche Anfrage hin um eine detaillierte Stellungnahme gebeten, in der die bisherigen Fortschritte und zukünftigen Planungen dargelegt werden. Die Antwort der Stadtverwaltung finden Sie unter dem folgenden Link: https://team-zastrow.de/wp-content/uploads/2026/01/AF1044_25.pdf. Allerdings stellt sich die Frage, ob diese Maßnahmen wirklich ausreichend sind, um den Klimaschutz in den Schulen ernsthaft voranzubringen.

Wir fordern von der Stadtverwaltung ein erhöhtes Augenmerk auf das Thema Klima- und Hitzeschutz. Die Gestaltung der Schulhöfe sollte nicht nur als ein einmaliges Projekt betrachtet werden, sondern als kontinuierlicher Prozess, der die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellt. Insbesondere in Zeiten von zunehmenden Hitzewellen müssen Schulhöfe mehr Schutz vor extremen Temperaturen bieten, um den Gesundheitsbedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.

Es reicht nicht, lediglich Sanierungen durchzuführen; es bedarf einer umfassenden, langfristigen Planung, die innovative Lösungen wie beschattete Bereiche, Pflanzenvielfalt und nachhaltige Materialien in Betracht zieht. Der Ansatz der Stadt, funktionale Schulhöfe zu schaffen, ist lobenswert, jedoch muss gleichzeitig sichergestellt werden, dass Klimaanpassungen und Hitzeschutz aktiv in die Planungen integriert werden. Es ist unerlässlich, dass die Stadt Dresden ihre Verantwortung in diesem Bereich ernst nimmt und entsprechende Prioritäten setzt. Nur so können wir eine adäquate Lernumgebung schaffen, die den künftigen Anforderungen gerecht wird.

Krisenvorsorge in Dresden

In dieser Woche haben wir eine aktuelle Stunde zur Krisenvorsorge im Stadtrat beantragt, insbesondere im Hinblick auf den Anschlag auf die Kabelbrücke in Berlin. Die Sicherheitslage in unserer Stadt muss dringend auf den Prüfstand, und es ist besorgniserregend, dass die Stadtverwaltung seit fünf Jahren eine dringend benötigte Notstromanlage sträflich vernachlässigt hat. Diese Notstromanlage, die an einer Tankstelle eingesetzt werden sollte, um Einsatzfahrzeuge im Ernstfall zuverlässig mit Energie versorgen zu können, ist längst überfällig. Wir fordern die Stadtverwaltung dazu auf, endlich ihre Verantwortung wahrzunehmen und dieses Problem anzugehen.

Die Versäumnisse in Sachen Krisenvorsorge haben erhebliche Konsequenzen für die Sicherheit unserer Stadt. Ein Ausfall der Energieversorgung, vor allem in Krisensituationen, könnte fatale Folgen für die öffentliche Sicherheit, die Mobilität von Einsatzkräften und letztlich für den Schutz der Bürger haben. Wir möchten, dass dieses Thema in der Stadtpolitik oberste Priorität erhält und Denkanstöße sowie dringende Maßnahmen zur Verbesserung der Krisenvorsorge in Dresden erfolgen.

Deshalb werden wir im Stadtrat dafür sorgen, dass die Krisenvorsorge, insbesondere die Thematik der Notstromversorgung, nicht weiter in den Hintergrund gedrängt wird. Bereits jetzt müssen Konzepte entwickelt werden, die umfassend auf die Sicherheitsbedürfnisse der Bevölkerung eingehen und die Stadtverwaltung in die Pflicht nehmen.

Eine umfassende Krisenvorsorge muss endlich Bestandteil des Stadtentwicklungskonzepts werden. Dazu gehört auch, Ausweichmöglichkeiten und Notfallpläne für verschiedene Szenarien zu entwickeln. Die Sicherheit der Dresdnerinnen und Dresdner darf nicht länger im Schatten administrativer Untätigkeit stehen. Ein kooperativer Ansatz, der Fachleute, Sicherheitsbehörden und die Bürger in die Planung mit einbezieht, wird dringend benötigt.

Zusammengefasst ist es unser Ziel, die Stadtverwaltung in die Verantwortung zu nehmen und darauf zu dringen, dass Krisenvorsorge in Dresden nicht nur auf dem Papier existiert, sondern durch konkrete Maßnahmen zur Realität wird. Wir werden uns für eine transparentere und verantwortungsvollere Handhabung dieser wichtigen Thematik einsetzen und auf eine umgehende Umsetzung drängen.

 

Alter Leipziger Bahnhof

Der Alte Leipziger Bahnhof steht erneut im Fokus der Diskussion. Die vorgelegte Vorlage für einen Gedenkort zum Holocaust, die von der Stadtverwaltung vorbereitet wurde, hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Diese sieht jährliche Kosten von ca. 18,5 Millionen Euro vor, die für viele insbesondere in Zeiten knapper Kassen als enorm belastend wahrgenommen werden. Wir fordern, dass die Stadtverwaltung endlich Verantwortung übernimmt und sich nicht mehr davor drückt, dieses wichtige Thema auf die Tagesordnung zu setzen. Es muss eine transparente und vor allem finanziell tragbare Lösung gefunden werden.

Die Entscheidung, diese Vorlage von der Tagesordnung zu nehmen, stieß auf scharfe Kritik und wir müssen uns die Frage stellen: Wie lange wollen wir noch im Stillstand verharren? Es reicht nicht aus, die Diskussion auf die lange Bank zu schieben; wir brauchen zügige und konstruktive Entscheidungen. Es ist unerlässlich, die verschiedenen Perspektiven zur Erinnerungskultur ernst zu nehmen und zu einem konsensualen Ansatz zu gelangen.

In diesem Zusammenhang wird auch deutlich, dass die Stadt nicht allein in der Verantwortung steht. Der Alte Leipziger Bahnhof gehört nicht der Stadt Dresden, sondern dem Handelsbetrieb Globus. Dies wirft Fragen auf, wie eine zukünftige Sanierung und Herrichtung als Gedenkort ineinandergreifen können. Der Handelsbetrieb hatte vor über zehn Jahren zugesichert, den Bahnhof im Zuge der Errichtung seines Marktes als Gedenkstätte zu sanieren. Eine derartige Vereinbarung sollte nun schnellstmöglich wieder aufgegriffen und die Verantwortlichkeiten klargestellt werden.

Wir werden weiterhin unseren Einfluss geltend machen, um eine einvernehmliche Lösung zu erreichen. Dabei ist es wichtig, dass alle Beteiligten an einem Tisch sitzen, um die Schritte bis zur Umsetzung des Gedenkortes zu besprechen. Der Alte Leipziger Bahnhof sollte nicht nur als historischer Ort des Gedenkens betrachtet werden, sondern auch als Chance für die Stadt, eine glaubwürdige und respektvolle Erinnerungskultur zu entwickeln. Lösungen müssen her, die alle stimmen und die nicht nur kurzfristige, sondern auch langfristige Perspektiven in den Blick nehmen.

 

Der Fernsehturm als touristisches Highlight

Wir begrüßen die neuen Entwicklungen zum Dresdner Fernsehturm und die Entscheidung zur Umsetzung. Die Vorlage zur „Einleitung der Durchführungsphase zur Revitalisierung des Fernsehturms Dresden“ stellt einen klaren Fortschritt für den Tourismus in unserer Stadt dar. Mit der Wiedereröffnung des Fernsehturms können wir nicht nur ein seit Jahren geplantes Projekt endlich realisieren, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität Dresdens leisten.

Der Fernsehturm hat das Potenzial, ein bedeutendes touristisches Highlight zu werden, das sowohl Einheimischen als auch Besuchern einen neuen Blickwinkel auf die Stadt bietet. Wir sind überzeugt, dass der Fernsehturm nicht nur einen wunderbaren Ausblick auf Dresden und die Umgebung ermöglicht, sondern auch zur Stärkung der lokalen Wirtschaft beiträgt. Die Schaffung von Arbeitsplätzen im Bereich Tourismus, Gastronomie und Dienstleistungen um den Fernsehturm herum kann für viele Dresdner von Vorteil sein. Deshalb werden wir die Fortschritte im Stadtrat aktiv begleiten und uns entschieden dafür einsetzen, dass der Fernsehturm bald wieder für alle geöffnet wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Stärkung der Erinnerungskultur durch die Verbindung des Fernsehturms mit lokalen und historischen Themen. Die Möglichkeit, Ausstellungen, Veranstaltungen oder Führungen rund um den Fernsehturm zu integrieren, könnte zusätzliches Interesse wecken und Bildung fördern. Durch die Wiederbelebung des alten Projekts möchte unsere Fraktion nicht nur für den Fernsehturm selbst, sondern auch für die kulturellen und gesellschaftlichen Aspekte, die damit verbunden sind, einstehen.

Es ist entscheidend, dass wir uns aktiv an der Realisierung dieses Projekts beteiligen, um sicherzustellen, dass die Bürger von Dresden und die Gäste unserer Stadt von der Wiedereröffnung profitieren. Dieses Vorhaben ist nicht nur ein architektonisches, sondern auch ein kulturelles Signal, das zeigt, dass Dresden in der Lage ist, sowohl seine Vergangenheit zu würdigen als auch Blick in die Zukunft zu richten. Indem wir gemeinsam an der Umsetzung arbeiten, können wir den Fernsehturm zu einem neuen Symbol für das dynamische und einladende Gesicht Dresdens machen.

 

Weitere Themen der Woche

Diese Woche wurden auch andere Themen im Stadtrat behandelt, wie das Narrenhäusel und die Pläne für ein neues Viertel am Haus der Presse. Die Diskussionen um das Narrenhäusel drehen sich um die Frage, ob dieser traditionsreiche Veranstaltungsort endlich Realität werden kann. Die Fortschritte in diesem Projekt könnten einen positiven kulturellen Impuls für Dresden setzen und unser städtisches Leben bereichern. Um sicherzustellen, dass solche Projekte den Bürgern zugutekommen, ist es notwendig, verschiedene Interessen und Perspektiven im städtischen Bereich zu berücksichtigen. Unsere Fraktion wird im Stadtrat aktiv bleiben und dafür eintreten, dass die Entwicklung des Narrenhäusels in die richtige Richtung voranschreitet.

Im Zusammenhang mit dem neuen Viertel am Haus der Presse sind die Bedenken der Bürger hinsichtlich der baulichen Verdichtung und der Auswirkungen auf die Infrastruktur deutlich spürbar. Hier ist es wichtig, von Anfang an klare Prioritäten zu setzen und die Bevölkerung in den Planungsprozess einzubeziehen. Wir müssen darauf achten, dass das neue Viertel nicht nur als Wohnraum dient, sondern auch qualitative Freizeit- und Begegnungsräume für die Anwohner bietet. Eine am Bürger orientierte Planung ist für die Nachhaltigkeit und Akzeptanz solcher Projekte unerlässlich.

Um die bestmöglichen Entscheidungen für die Stadt zu treffen, ist ein intensiver Dialog zwischen den verschiedenen Fraktionen und der Zivilgesellschaft wichtig. Die aktive Mitgestaltung der Dresdner Bürger*innen kann dazu beitragen, dass künftige Bauprojekte den Bedürfnissen und Wünschen der Anwohner gerecht werden. Es gilt, ein Gleichgewicht zwischen neuen Bauprojekten und der Erhaltung von Lebensqualität und Identität der Stadt zu finden.

In der kommenden Woche werden wir weitere Informationen zu diesen Themen verfolgen und prüfen, inwiefern unsere Vorschläge und Forderungen Gehör finden. Der Stadtrat hat die Verantwortung, die Entwicklung unserer Stadt im Sinne der Bürger zu gestalten und gleichzeitig Innovationskraft und Tradition in Einklang zu bringen. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Dresden ein lebenswertes Zuhause für alle bleibt.

Fazit

Wir haben diese Woche die Zustände in Bezug auf Schulhöfe und Krisenvorsorge scharf kritisiert. Die fehlende Notstromversorgung ist unzureichend und überfällig. Darüber hinaus setzen wir uns für eine realistische Finanzierung des Alten Leipziger Bahnhofs ein, die den städtischen Möglichkeiten entspricht. Wir werden im Stadtrat deutlich machen, dass eine Konzeption ohne klare Verantwortung und Planung nicht akzeptabel ist.