Team Zastrow: Kulturbürgermeisterin Klepsch (Linke) provoziert den Stadtrat
Beschluss zum Denkmal für Johann "Rukeli" Trollmann seit 2018 ignoriert

Im November 2018 beschloss der Stadtrat mit übergroßer Mehrheit und ohne
Gegenstimme einen Antrag, der das Andenken an Johann "Rukeli" Trollmann zum
Gegenstand hatte. Konkret wurde beschlossen: „das Andenken an den 1907 als
Sohn einer sinti-deutschen Familie geborenen Boxer und Deutschen Meister im
Halbschwergewicht (1933), Johann Wilhelm „Rukeli" Trollmann, wachzuhalten
und an das Schicksal des 1944 im KZ-Außenlager Wittenberge, einem
Nebenlager des KZ Neuengamme, zu Tode gekommenen Sportlers und die
Verfolgung der Sinti und Roma zu Zeiten des Nazi-Regimes zu erinnern. Dazu
ist das seit 2012 auf dem Gelände des Festspielhauses Hellerau stehende
Kunstwerk „9841 - Temporäres Denkmal für Johann Rukeli Trollmann", ein
stilisierter Boxring, wiederherzurichten und an einem würdigen und
öffentlichen Ort im Bereich des Sportparks Ostra dauerhaft aufzustellen.“

Die zuständige Bürgermeisterin hat diesen Beschluss über 8 Jahre
ausgesessen und verkündet nun per Pressemitteilung, ohne jede Rücksprache
mit dem Stadtrat, dass sie das Denkmal an eine andere Stelle im Gelände des
Festspielhauses hat versetzen lassen.

Dazu erklärt Jens Genschmar:

„Die gute Nachricht ist, dass acht Jahre nach dem Stadtratsratsbeschluss
nunmehr das dem Verfall preisgegebene Denkmal saniert wurde. Aber der
Beschluss das Denkmal ins Stadtzentrum zu holen wurde komplett ignoriert.
Stattdessen steht es weiter am Rande der Stadt, versteckt im Hinterhof des
Festspielhauses Hellerau. Direkt neben der Bar, wo im Sommer Gäste des
Hauses ihre Cocktails schlürfen. Null Bezug zum Sportler Trollmann, null
Bezug zum heutigen Sport in Dresden. Dieser Vorgang zeigt deutlich, dass es
der Kulturbürgermeisterin Fr. Klepsch (Linke) völlig egal ist, was der
Stadtrat beschließt. Diese undemokratische Art und Weise des Umgangs mit
Beschlüssen, die nicht in ihr extremes linkes Weltbild passen, ist ein
Ausdruck der tiefen Verachtung für die gewählten Stadträte. Wir werden
jedoch weiter darum kämpfen, dass das Denkmal für Johann Rukeli Trollmann
in die Mitte der Stadt, ins Ostragehege kommt, wo einem Tag mehr Menschen
am Denkmal vorbeikommen würden, als im Festspielhaus in einem ganzen Jahr.
Vom Oberbürgermeister sind wir, einmal mehr, nur noch enttäuscht. Er lässt
die Dinge laufen, kümmert sich nicht und trägt damit einen wesentlichen
Anteil an der Politikverdrossenheit der Menschen. Wenn Ratsbeschlüsse nur
dann umgesetzt werden, wenn es der Stadtverwaltung passt, dann muss man
sich nicht wundern, wenn die Dresdner sich auch von der Kommunalpolitik
abwenden.“

F.d.R.d.A.

Thomas Blümel
Geschäftsführer
Fraktion Team Zastrow
0351 4881030